Jungen E-Mail

Eine pädagogische Bestandsaufnahme:

Wie sieht Junge sein aus?

Jungen sind "immer gut drauf", sie sind Clowns oder einfach "nur cool". Jungen erleben sich als "in Ordnung" vor allem, wenn sie Kriterien wie Durchsetzungsvermögen, Leistung und Selbstständigkeit erfüllen.

Was sind die Probleme die sich  daraus ergeben?

  • Jungen erleiden mehr Unfälle und Stürze
  • doppelt so viele Jungen erkranken an dem hyperaktiven Syndrom
  • Jungen bleiben häufiger sitzen. Sie bilden die Mehrheit (60%) auf den Sonderschulen.
  • Erziehungsberatungsstellen und schulpsychologische Dienste versorgen mit ihrem Angebot 2/3 Jungen und 1/3 Mädchen.
  • Jungen werden 60mal häufiger zu Haftstrafen verurteilt als Mädchen
  • Zudem erhalten Jungen meist Aufmerksamkeit, wenn sie Probleme machen und mit problematischen Bewältigungsstrategien auffällig geworden sind (Gewalt, Drogen).
  • Jungen sind durch die Auflösung traditioneller Rollenbilder verunsichert und überfordert

Deshalb ist Jungenarbeit notwendig und sie wird es zunehmend mehr, da es Jungen nun mal gibt, die partiell andere Lebenslagen, Bedürfnisse und Bewältigungsformen haben.

Was können wir Jungen dabei helfen?

... Im-Kontakt-bleiben, gerade weil sie sozialisationsbedingt nicht mit sich selbst im Kontakt bleiben "dürfen".
... Bedarfsangemessene und situationsgerechte Begegnungen, Erfahrungen und Schutz ermöglichen
.... Eine Verdeutlichung ihrer Lebenswelten, Bedingungen und die Behandlung von Themen aus Jungen Sicht.
... "Spiegelung" und Konzentration auf selbst-motivierendes Tun.
... Bestätigung und Reflexion von selbst-wirksamen Handeln.

Was ist das Ziel?

... Eine "Innenverbundene Männlichkeit".
... Gefühlen sind handlungsleitend
.... "Nährende" Begegnungen.

Wie geht das?

Ein Grundprinzip ist "Aktivität vor Reflexion", da Jungen dadurch leichter Zugang zu ihrer eigenen männlichen Energie erhalten.